Ihre Rechte bei Kredit und Kreditvermittlung
Verbraucherdarlehen sind in Deutschland streng geregelt: Banken müssen Ihre Kreditwürdigkeit prüfen, Sie haben 14 Tage Widerrufsrecht, und Vermittler dürfen vor Erfolg kein Geld verlangen. Diese Seite erklärt Ihre wichtigsten Rechte mit Gesetzesstelle und Quelle — und was die neue EU-Richtlinie CCD II ab dem 20. November 2026 ändert.
Die Anfrage ist kostenlos und unverbindlich. Für die Vermittlung fallen für Sie keine Vorkosten an (§ 655d BGB). Wir erhalten eine Provision vom Kreditgeber, wenn ein Vertrag zustande kommt.
Keine Rechtsberatung im Einzelfall
Diese Seite erklärt die Rechtslage allgemein und mit Quellenangabe. Sie ersetzt keine rechtliche Beratung zu Ihrem konkreten Fall. Bei einem echten Streit mit einer Bank oder einem Vermittler hilft die Verbraucherzentrale mit einer Erstberatung, oder Sie wenden sich an eine auf Bank- und Kapitalmarktrecht spezialisierte Anwaltskanzlei.
Muss eine Bank meine Kreditwürdigkeit prüfen, bevor sie einen Kredit auszahlt?
Ja, das ist keine Kür, sondern eine gesetzliche Pflicht. Nach §§ 505a ff. BGB muss der Darlehensgeber vor Vertragsschluss anhand ausreichender Informationen prüfen, ob es wahrscheinlich ist, dass Sie Ihre Zahlungsverpflichtungen erfüllen können. Ein Kredit „völlig ohne jede Prüfung" wäre damit ein Rechtsbruch der Bank, nicht ein Kundenvorteil.
Die Prüfung stützt sich auf Angaben, die Sie selbst machen — Einkommensnachweise, Kontoauszüge, Beschäftigungsdauer — und häufig zusätzlich auf eine Datenbankabfrage bei einer Auskunftei wie der Schufa. Ein Anbieter, der die Schufa nicht abfragt, prüft deshalb keineswegs „gar nicht": Er ersetzt die Auskunftei-Abfrage durch andere Nachweise, meist Einkommen und Kontobewegungen. Was das für den schufafreien Auslandskredit konkret bedeutet, beschreibt die Seite Schufa und Schufa-Score.
Verstößt eine Bank gegen diese Prüfpflicht, bleibt das nicht folgenlos: § 505d BGB sieht eigene Sanktionen vor. Ein vereinbarter fester Zins wird auf einen gesetzlichen Referenzzins abgesenkt, Sie können den Vertrag jederzeit fristlos und ohne Vorfälligkeitsentschädigung kündigen, und die Bank kann sich später nicht auf einen Zahlungsverzug berufen, wenn dieser bei ordnungsgemäßer Prüfung erkennbar gewesen wäre. Die Prüfpflicht schützt also Sie, nicht die Bank.
Warum „Kredit ganz ohne Prüfung" ein Warnsignal ist
Ein Angebot, das ausdrücklich mit „keinerlei Prüfung" wirbt, verspricht rechtlich etwas, das eine seriöse, in Deutschland oder der EU regulierte Bank gar nicht liefern darf — sie würde damit gegen § 505a BGB verstoßen. Ehrliche Anbieter beschreiben stattdessen, womit sie prüfen: nicht ob überhaupt geprüft wird. Woran Sie unseriöse Formulierungen erkennen, erklärt die Seite Unseriöse Kreditangebote erkennen.
Wie lange kann ich einen Kreditvertrag widerrufen, und wird das Geld erst danach ausgezahlt?
Sie haben nach § 495 BGB in Verbindung mit § 355 BGB 14 Tage Zeit, einen Verbraucherdarlehensvertrag ohne Angabe von Gründen zu widerrufen. Die Auszahlung wartet diese Frist in der Praxis nicht ab: Banken zahlen den Kreditbetrag meist bereits während der laufenden Widerrufsfrist aus, nicht erst nach ihrem Ablauf.
Das ist ein Punkt, an dem viele Seiten im Markt falschliegen: Sie behaupten, das Geld fließe „erst nach Ablauf der 14 Tage". Tatsächlich läuft die Auszahlung parallel zur Widerrufsfrist — der Vertrag ist ab Unterschrift wirksam und wird ausgeführt, der Widerruf ist ein nachträgliches Lösungsrecht, keine aufschiebende Bedingung.
Widerrufen Sie fristgerecht, müssen Sie das bereits erhaltene Geld zurückzahlen, dazu Zinsen für die Tage der tatsächlichen Nutzung — geregelt in § 357a BGB. Der Widerruf macht den Kredit also rückgängig, er verhindert nicht rückwirkend, dass Geld geflossen ist. Die Frist beginnt erst zu laufen, wenn Sie alle Pflichtangaben nach Art. 247 EGBGB vollständig und in Textform erhalten haben — fehlt eine Pflichtangabe, kann sich die Frist entsprechend verlängern.
Dürfen Kreditvermittler vorab Geld von mir verlangen?
Grundsätzlich nein. § 655d BGB verbietet Kreditvermittlern Nebenentgelte außer nachgewiesenen, tatsächlich erforderlichen Auslagen — und § 655c BGB bestimmt zusätzlich, dass die eigentliche Vermittlungsvergütung erst fällig wird, wenn das Darlehen ausgezahlt wurde und die Widerrufsfrist abgelaufen ist. Eine Vorabzahlung für die bloße Prüfung Ihrer Anfrage ist damit gesetzlich ausgeschlossen.
Beide Vorschriften greifen ineinander: Ein Vermittler darf grundsätzlich nur verdienen, wenn er tatsächlich erfolgreich vermittelt hat, und selbst dann erst, nachdem der Kredit ausgezahlt und Ihr Widerrufsrecht verstrichen ist. Auslagen sind eng auszulegen — gemeint sind tatsächlich entstandene, nachgewiesene Kosten, keine pauschale „Bearbeitungsgebühr" und keine Vorabzahlung „für die Prüfung Ihrer Bonität".
§ 655e BGB macht diesen Schutz unabdingbar: Ein Vermittler kann ihn vertraglich nicht wegverhandeln, auch nicht mit Ihrer Zustimmung. Wer trotzdem eine Vorabgebühr, eine Vorauszahlung per Nachnahme oder ein „Bearbeitungsentgelt vor Zusage" verlangt, verstößt gegen zwingendes Recht. Wie eine seriöse Kreditanfrage ohne solche Vorkosten abläuft, zeigt die Seite Kreditanfrage ohne Vorkosten.
Welche Angaben muss Werbung für einen Kredit enthalten?
Sobald eine Werbung Zinssätze oder andere kostenbezogene Zahlen nennt, greift § 17 PAngV: Sie muss unter anderem den Nettodarlehensbetrag, den Sollzinssatz, den effektiven Jahreszins, die Laufzeit, den Gesamtbetrag und ein repräsentatives Beispiel klar und auffallend zeigen — nicht in einer Fußnote, nicht über mehrere Seiten verteilt.
Beim repräsentativen Beispiel nach § 17 Abs. 4 PAngV muss der Werbende von einem Effektivzins ausgehen, zu dem mindestens zwei Drittel der über die Werbung zustande kommenden Verträge tatsächlich abgeschlossen werden — die „Zwei-Drittel-Regel". Deshalb steht auf jeder Seite dieser Domain, die eine Zins- oder Kostenzahl nennt, der vollständige Pflichtangabenblock: nicht aus Vorschrift allein, sondern weil eine unvollständige Darstellung nach der Rechtsprechung des LG Düsseldorf (28.03.2018 – 12 O 222/17) abmahnfähig ist.
Wichtig für die Einordnung: Werbung ganz ohne jede Zahl löst diese Pflichtangaben nicht aus. Sie unterliegt aber weiterhin § 17 Abs. 1 PAngV — Redlichkeit, Eindeutigkeit und keine falschen Erwartungen darüber, wie leicht ein Kredit tatsächlich zu bekommen ist.
Worüber muss mich ein Kreditvermittler vor Vertragsschluss informieren?
Ein Kreditvermittler ist Ihnen gegenüber nach § 655a Abs. 2 BGB zusätzlich wie ein Darlehensgeber zur vorvertraglichen Information verpflichtet — also zu den Standardinformationen nach Art. 247 EGBGB, einem Vertragsentwurf und angemessenen Erläuterungen, bevor Sie überhaupt unterschreiben. Diese Pflichten treffen den Vermittler zusätzlich zu seinen eigenen, nicht anstelle davon.
Speziell für werbende Vermittler bestimmt Art. 247 § 13 Abs. 4 EGBGB: Der Vermittler muss den Umfang seiner Befugnisse offenlegen — ob er ausschließlich für einen oder mehrere bestimmte Darlehensgeber arbeitet oder unabhängig vermittelt. Diese Pflicht bleibt auch nach dem 20.11.2026 unverändert bestehen.
Zusätzlich muss ein Vermittlungsvertrag nach § 655b BGB in Textform geschlossen werden — eine bloße mündliche Absprache genügt nicht. Fehlt die Textform oder wird eine der genannten Pflichten verletzt, ist das kein Formfehler ohne Folgen, sondern ein Verstoß gegen Verbraucherschutzrecht.
Ab wann gilt ein Kreditzins als Wucher und ist der Vertrag deshalb ungültig?
Ein Darlehensvertrag ist nach § 138 BGB sittenwidrig und damit nichtig, wenn zwischen Leistung und Gegenleistung ein auffälliges Missverhältnis besteht. Nach ständiger BGH-Rechtsprechung ist das regelmäßig der Fall, wenn der vereinbarte effektive Jahreszins den marktüblichen Vergleichszins relativ um rund 100 Prozent oder absolut um mehr als 12 Prozentpunkte übersteigt.
Grundlegend hierzu BGH, Urteil vom 13.03.1990 – XI ZR 252/89: Ein auffälliges Missverhältnis liegt vor, wenn der Vertragszins knapp doppelt so hoch ist wie der marktübliche Effektivzins vergleichbarer Kredite zum Zeitpunkt des Vertragsschlusses, oder wenn die Differenz zum Marktzins mehr als 12 Prozentpunkte beträgt. Beide Werte sind Alternativkriterien — eines von beiden genügt für die Vermutung der Sittenwidrigkeit.
Ist ein Vertrag sittenwidrig, ist er von Anfang an nichtig (§ 138 Abs. 1 BGB) — der Kreditnehmer muss dann nur den ausgezahlten Nettobetrag zurückzahlen, keine Zinsen. Diese Grenze betrifft ausdrücklich den Effektivzins des Vertrags, nicht die Werbeaussage eines Anbieters — konkrete Zinssätze für einzelne Angebote nennt diese Seite bewusst nicht; sie stehen ausschließlich im Pflichtangabenblock der jeweiligen Kreditseite.
Welche Rechte habe ich, wenn eine automatisierte Bonitätsbewertung über meinen Kreditantrag entscheidet?
Nach Art. 22 Abs. 1 DSGVO haben Sie grundsätzlich das Recht, nicht ausschließlich einer automatisierten Entscheidung unterworfen zu werden, die Sie erheblich beeinträchtigt — dazu zählt auch ein automatisiert erstellter Score, wenn er maßgeblich über einen Kreditantrag entscheidet, statt nur eine Vorprüfung zu unterstützen.
Der Europäische Gerichtshof hat das am 07.12.2023 (C-634/21) ausdrücklich für das Scoring einer Auskunftei bestätigt: Die automatisierte Erstellung eines Wahrscheinlichkeitswerts ist eine „automatisierte Entscheidung im Einzelfall" im Sinne von Art. 22 DSGVO, sofern von diesem Wert maßgeblich abhängt, ob ein Dritter — etwa eine Bank — den Vertrag abschließt.
Praktisch bedeutet das: Sie können Auskunft darüber verlangen, welche Daten und Kriterien in eine solche Bewertung eingeflossen sind, Berichtigung falscher Daten nach Art. 16 DSGVO fordern und im Streitfall menschliches Eingreifen verlangen. Die Einzelheiten zu Auskunftsrechten, Löschfristen und dem neuen Schufa-Score erklärt die Seite Schufa und Schufa-Score — auch die verbreitete, falsche Zahlengrenze bei kleinen Forderungen korrigiert die Seite Schufa-2000-Euro-Regel.
CCD II — die neue EU-Verbraucherkreditrichtlinie ab 20.11.2026
Das deutsche Umsetzungsgesetz zur Richtlinie (EU) 2023/2225 wurde am 12.05.2026 beschlossen, am 18.05.2026 verkündet (BGBl. 2026 I Nr. 139) und tritt am 20.11.2026 in Kraft. Verträge, die vor diesem Datum geschlossen wurden, bleiben unter dem bisherigen Recht (Art. 229 § 71 EGBGB). Für den gesamten „Kredit ohne Schufa"-Markt ist diese Richtlinie die wichtigste rechtliche Zäsur der kommenden Monate — fünf Änderungen sind besonders relevant.
Was CCD II ab dem 20.11.2026 konkret ändert
Fünf Kernpunkte aus dem Umsetzungsgesetz (BGBl. 2026 I Nr. 139):
- Buy-now-pay-later, Nullprozent-Finanzierungen und Kleinkredite unter 200 € werden erstmals reguliert: §§ 505a–505e BGB gelten künftig auch für Finanzierungshilfen nach § 506 BGB, nicht mehr nur für klassische Darlehen.
- Strengere Werberegeln über den neuen Anhang zu § 3 Abs. 3 UWG Nr. 23e: Werbung, die suggeriert, laufende Kredite oder Auskunftei-Einträge hätten geringen Einfluss auf eine Kreditentscheidung, ist ab diesem Datum per se unlauter — ohne Interessenabwägung im Einzelfall.
- Ein Pflicht-Warnhinweis „Achtung! Kreditaufnahme kostet Geld" (oder eine gleichwertige Formulierung) muss künftig auf jeder Werbung für Verbraucherdarlehen und Finanzierungshilfen erscheinen — unabhängig davon, ob dabei Zinsen genannt werden.
- Die Kreditwürdigkeitsprüfung wird verschärft: Der bislang abgesenkte Prüfmaßstab für Allgemein-Verbraucherdarlehen entfällt, künftig gilt einheitlich eine „eingehende" Prüfung nach § 505a Abs. 1 BGB n. F.
- Für Kreditvermittler ersetzt der neue § 34k GewO den bisherigen § 34c Abs. 1 S. 1 Nr. 2 GewO — mit Registrierungspflicht, Weiterbildungspflicht und grundsätzlicher Sachkundeprüfung (entbehrlich nur für seit 01.01.2021 durchgehend tätige Vermittler bei fristgerechtem Antrag).
Was bedeutet CCD II für die Suche nach „Kredit ohne Schufa"?
CCD II verbietet nicht den Kredit ohne Schufa-Abfrage als solchen — sie verbietet die Behauptung, ein Schufa-Eintrag oder ein laufender Kredit spiele „keine Rolle". Das trifft den Kern vieler Werbeversprechen in diesem Markt und macht die Grenze zwischen Beschreibung und Versprechen ab dem 20.11.2026 rechtlich schärfer.
Zulässig bleibt: „Dieser Anbieter fragt die Schufa nicht ab und prüft stattdessen über Einkommensnachweise und Kontoauszüge." Unzulässig wird ausdrücklich: „Ihr Schufa-Eintrag spielt keine Rolle" oder „trotz negativer Schufa garantiert zur Zusage". Die deutsche Umsetzung übernimmt allerdings nicht das strengere Verbot von Aussagen wie „schnell" oder „leicht erhältlich" — diese Formulierungen bleiben erlaubt, solange sie zutreffen und der Warnhinweis vorhanden ist.
Für Suchende heißt das praktisch: Ab 20.11.2026 werden Sie auf seriösen Seiten häufiger den Warnhinweis „Achtung! Kreditaufnahme kostet Geld" sehen — das ist kein Zeichen für einen schlechteren Anbieter, sondern eine neue gesetzliche Pflicht für alle. Anbieter, die weiterhin unbedingte Zusagen versprechen, verstoßen damit gegen geltendes Recht, unabhängig davon, wie seriös sie sonst wirken.
Was passiert, wenn mein Kreditantrag abgelehnt wird?
Ab dem 20.11.2026 muss Sie der Kreditgeber nach § 505a Abs. 1 S. 3 BGB n. F. bei einer Ablehnung unverzüglich informieren und Sie gegebenenfalls an eine Schuldnerberatungsstelle verweisen. Schon heute lohnt es sich, die Ablehnungsgründe zu klären, statt es einfach bei mehreren weiteren Anbietern erneut zu versuchen.
Warum Banken tatsächlich ablehnen, welche Fehler häufig dahinterstecken und welche nächsten Schritte realistisch sind, erklärt ausführlich die Seite Kredit abgelehnt. Die dort verweisende Schuldnerberatungsstelle ist unabhängig von uns und kostenlos.
Wo beschwere ich mich, wenn ich mich falsch behandelt fühle?
Je nachdem, wen die Beschwerde betrifft, sind unterschiedliche Stellen zuständig: die BaFin für die Bank selbst, private Ombudsstellen der Bankenverbände für eine kostenlose Schlichtung, und die Verbraucherzentrale für eine unabhängige Erstberatung — auch dann, wenn es um einen Vermittler statt um die Bank geht.
Die BaFin-Verbraucherbeschwerde richtet sich gegen die Bank als beaufsichtigtes Institut — etwa wenn Sie eine Verletzung der Kreditwürdigkeitsprüfung, unzulässige Vertragsklauseln oder aufsichtsrechtliche Verstöße vermuten. Für die Vermittlungstätigkeit selbst ist die BaFin nicht zuständig: Ein Darlehensvermittler betreibt kein Bankgeschäft im Sinne des KWG, seine Aufsicht liegt bei der jeweiligen Gewerbebehörde beziehungsweise der zuständigen IHK.
Die Ombudsleute der Bankenverbände — etwa der Ombudsmann der privaten Banken, die Schlichtungsstelle der Sparkassen-Finanzgruppe oder die Kundenbeschwerdestelle des Genossenschaftsverbands — bieten ein kostenloses, außergerichtliches Schlichtungsverfahren gegen die jeweils angehörende Bank. Das Verfahren ersetzt keinen Rechtsanwalt, ist aber ein niedrigschwelliger erster Schritt vor einer Klage.
Die Verbraucherzentrale berät unabhängig von Bank und Vermittler, unterstützt bei der Formulierung von Widerrufs- oder Auskunftsschreiben und verweist bei Überschuldung an die kostenlose Schuldnerberatung. Vorformulierte Musterschreiben für Auskunfts-, Lösch- und Widerrufsanliegen bietet außerdem das Musterbriefe-Werkzeug dieser Seite.
Unsere eigene Rolle in diesem Rechtsrahmen
kredit-ohne-schufa.de wird von der Astuna GmbH betrieben, die eine Erlaubnis zur gewerbsmäßigen Vermittlung von Verbraucherdarlehen nach § 34c Absatz 1 Satz 1 Nummer 2 GewO besitzt, erteilt und beaufsichtigt durch die zuständige IHK — genau wie im Impressum ausgewiesen. Ab dem 20.11.2026 löst der neue § 34k GewO diese Erlaubnisnorm ab; die Übergangsfristen und was das für uns bedeutet, sind dort dokumentiert.
Alle auf dieser Seite beschriebenen Vermittlerpflichten — Vorkostenverbot, Pflichtinformation über den Umfang der Befugnisse, Textform des Vermittlungsvertrags — gelten damit unmittelbar auch für uns, nicht nur für die Banken, an die wir vermitteln.
Je nach Ihrer Situation weiterlesen
Diese Seite erklärt den Rechtsrahmen. Für konkrete nächste Schritte:
Sie wollen einen Kredit ohne Vorkosten anfragen
Wie eine seriöse Anfrage ohne Vorabgebühren abläuft, zeigt die Seite Kreditanfrage ohne Vorkosten.
Praktischer nächster SchrittSie sind unsicher, ob ein Angebot seriös ist
Die typischen Warnsignale — Vorkosten, Nachnahme, „garantierte Zusage" — erklärt die Seite Unseriöse Kreditangebote erkennen.
Checkliste gegen unseriöse AnbieterSie haben bereits zu viele Kredite laufen
Wie sich eine Schuldenspirale entwickelt und welche Auswege es tatsächlich gibt, beschreibt die Seite Schuldenfallen.
Wege aus der Überschuldung
Häufige Fragen
Ist ein Kredit völlig ohne jede Prüfung legal?
Nein. Eine regulierte Bank ist nach § 505a BGB zur Kreditwürdigkeitsprüfung verpflichtet. Ein Angebot ganz ohne Prüfung wäre ein Verstoß gegen diese Pflicht — seriöse Anbieter prüfen anders (etwa über Einkommen und Kontoauszüge), nicht gar nicht.
Bekomme ich das Geld erst, wenn die 14-tägige Widerrufsfrist abgelaufen ist?
Nein, das ist ein verbreiteter Irrtum. Nach § 495 BGB können Sie 14 Tage lang widerrufen, während die Auszahlung meist bereits vorher erfolgt. Widerrufen Sie fristgerecht, zahlen Sie den erhaltenen Betrag zuzüglich Nutzungszinsen zurück.
Darf ein Kreditvermittler eine Vorabgebühr für die Bearbeitung verlangen?
Grundsätzlich nein. § 655d BGB verbietet Nebenentgelte außer nachgewiesenen Auslagen, und § 655c BGB erlaubt die eigentliche Vergütung erst nach Auszahlung und Ablauf der Widerrufsfrist. Eine Vorabgebühr „für die Prüfung" ist unzulässig.
Ab welchem Zinssatz ist ein Kredit Wucher?
Nach BGH-Rechtsprechung (13.03.1990 – XI ZR 252/89) regelmäßig dann, wenn der Effektivzins den marktüblichen Vergleichszins relativ um rund 100 Prozent oder absolut um mehr als 12 Prozentpunkte übersteigt. Der Vertrag ist dann nach § 138 BGB nichtig.
Was ändert sich am 20.11.2026 konkret für Anbieter im Bereich „Kredit ohne Schufa"?
CCD II verbietet Aussagen, ein Schufa-Eintrag oder laufende Kredite hätten keinen Einfluss auf die Kreditentscheidung, macht einen Warnhinweis zur Pflicht und verschärft die Kreditwürdigkeitsprüfung. Der Kredit ohne Schufa-Abfrage bleibt erlaubt, das Werbeversprechen wird enger gefasst.
An wen wende ich mich bei einer Beschwerde über eine Bank?
Für aufsichtsrechtliche Verstöße einer Bank ist die BaFin zuständig, für eine kostenlose Schlichtung die jeweilige Ombudsstelle des Bankenverbands. Für eine unabhängige Erstberatung — auch zu einem Vermittler — hilft die Verbraucherzentrale.
Ist diese Seite selbst ein zugelassener Kreditvermittler?
Ja. Die Astuna GmbH betreibt kredit-ohne-schufa.de mit einer Erlaubnis nach § 34c GewO, erteilt durch die zuständige IHK. Details mit Handelsregister und Aufsichtsbehörde stehen im Impressum.
Die Anfrage ist kostenlos und unverbindlich. Für die Vermittlung fallen für Sie keine Vorkosten an (§ 655d BGB). Wir erhalten eine Provision vom Kreditgeber, wenn ein Vertrag zustande kommt.
Quellen
- Gesetz zur Umsetzung der Richtlinie (EU) 2023/2225 (CCD II), BGBl. 2026 I Nr. 139 (Stand: 18. Mai 2026)
- §§ 505a, 505d BGB — Kreditwürdigkeitsprüfung und Rechtsfolgen bei Verstoß
- § 495, § 355, § 357a BGB — Widerrufsrecht bei Verbraucherdarlehen
- §§ 655a–655e BGB — Pflichten des Darlehensvermittlers, Vorkostenverbot
- Art. 247 § 13 EGBGB — Pflichtinformationen des Darlehensvermittlers
- § 17 PAngV — Pflichtangaben bei Kreditwerbung
- BGH, 13.03.1990 – XI ZR 252/89 — Wucher-Grenze bei Verbraucherkrediten (Stand: 13. März 1990)
- EuGH, 07.12.2023 — C-634/21 (automatisierte Entscheidung / Scoring, Art. 22 DSGVO) (Stand: 7. Dezember 2023)
- RECHTSSTAND.md und RECHTSSTAND-WERBUNG.md (interne Rechtsstand-Recherche) (Stand: 27. Juli 2026)
Wer diese Seite verantwortet
Thomas Mücke vermittelt seit 15 Jahren Konsumentenkredite und betreibt kredit-ohne-schufa.de seit 2004. Inhaberin der Erlaubnis nach § 34c Abs. 1 Satz 1 Nr. 2 GewO ist die Astuna GmbH; die zuständige Aufsichtsbehörde steht im Impressum. Er schreibt hier, was er in der Vermittlung sieht — auch dann, wenn die ehrliche Antwort „kein Kredit" lautet.Stand: 8. August 2026 · geprüft von Thomas Mücke