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Kredit ohne SchufaBeratung seit 2004Kreditanfrage stellen

Woran Sie unseriöse Kreditangebote erkennen

Unseriöse Kreditangebote lassen sich an wiederkehrenden Mustern erkennen: Geld soll vor der Auszahlung fließen, eine Zusage wird ohne Prüfung versprochen, oder der Kontakt läuft nur über Messenger und Nachnahme. Diese Seite erklärt die neun häufigsten Maschen mit Ablauf, Erkennungsmerkmal und Rechtslage – plus den 5-Minuten-Prüfpfad vor jedem Antrag.

Kreditanfrage kostenlos stellen — ohne Vorkosten

Die Anfrage ist kostenlos und unverbindlich. Für die Vermittlung fallen für Sie keine Vorkosten an (§ 655d BGB). Wir erhalten eine Provision vom Kreditgeber, wenn ein Vertrag zustande kommt.

Woran erkennt man unseriöse Kreditangebote im Überblick?

An wiederkehrenden Mustern, nicht an einem einzelnen Warnzeichen: Geld soll fließen, bevor der Kredit ausgezahlt ist, eine Zusage wird ganz ohne Prüfung versprochen, der Kontakt läuft nur über Messenger, oder die angebliche Bank existiert schlicht nicht. Die folgenden neun Maschen zeigen Ablauf, Erkennungsmerkmal, Rechtslage und Gegenwehr im Einzelnen.

Ein Teil der neun Maschen ist für sich genommen bereits ein Abbruchgrund – bei ihnen lohnt keine weitere Prüfung mehr. Der Rest ist für sich genommen erklärbar und wird erst in Kombination oder im konkreten Ablauf zum eindeutigen Warnsignal. Beide Gruppen sind unten einzeln erklärt, mit der jeweiligen Rechtsgrundlage.

Diese Übersicht ersetzt keine Prüfung eines bestimmten Anbieters – sie beschreibt die Muster, an denen sich unseriöses Verhalten unabhängig vom Namen erkennen lässt. Für die schnelle Prüfung eines konkreten Angebots steht am Ende dieser Seite der 5-Minuten-Prüfpfad.

Die neun Maschen auf einen Blick

Ablauf und Rechtsgrundlage der neun häufigsten Maschen
MascheAblauf in KürzeRechtsgrundlage
Vorkosten-MascheGebühr vor der Auszahlung gefordert§ 655c, § 655d BGB
Nachnahme-TrickUnbestelltes Paket nur gegen Gebühr§ 812 BGB (Rückforderung)
Kostenpflichtige HotlineBeratung nur über teure Mehrwertnummer§ 110/§ 112 TKG
Versicherungs-/FondskopplungKredit nur zusammen mit ZusatzproduktZinsberechnung, Kopplungsverbot
Hausbesuch mit SpesenrechnungVertrag am Küchentisch plus Gebühr§ 655d BGB, § 312g BGB
Identitätsdiebstahl per FormularAusweis- oder Video-Ident für FremdkontoStraftat, Anzeige erstatten
Messenger-„Privatkredit"Nur WhatsApp-Kontakt, VorabzahlungVorschussbetrug
Fake-AuslandsbankErfundene oder falsche BanklizenzBaFin-Datenbank/Warnliste
„Garantiert ohne Prüfung"Zusage ganz ohne Bonitätsprüfung§ 505a BGB

Eigene Zusammenstellung auf Grundlage der unten genannten Rechtsquellen. Ablauf, Erkennungsmerkmal und Gegenwehr je Masche stehen ausführlich im Text.

Wie funktioniert die Vorkosten-Masche?

Ein angeblicher Kreditvermittler verlangt eine Gebühr – als Bearbeitungs-, Kautions- oder Sicherungsgebühr getarnt – bevor der Kredit ausgezahlt wird. Nach der Zahlung kommt entweder gar kein Geld oder eine weitere Forderung. Das ist der klarste aller Abbruchgründe: Ein Darlehensvermittler darf eine Vergütung erst verlangen, wenn das Darlehen ausgezahlt und die Widerrufsfrist abgelaufen ist.

Getarnt wird die Forderung meist als „Bearbeitungsgebühr", „Kautionsgebühr", „Kreditsicherungsgebühr" oder „Vorabkosten für die Bonitätsprüfung" – austauschbare Namen für dasselbe Prinzip: Geld soll fließen, bevor eine Gegenleistung erbracht wurde. Nach § 655c BGB entsteht der Vergütungsanspruch eines Darlehensvermittlers erst mit Auszahlung des Darlehens und Ablauf der Widerrufsfrist; § 655d BGB schließt zusätzlich jedes Nebenentgelt aus. Wer vorher zahlt, zahlt ohne Rechtsgrund.

Erkennbar ist die Masche an einer einzigen Frage: Soll vor der Auszahlung Geld fließen? Lautet die Antwort ja, ist die Prüfung beendet, unabhängig davon, wie die Gebühr genannt wird oder wie seriös die Website aussieht. Bereits gezahltes Geld lässt sich über § 812 BGB zurückfordern – die Vorgehensweise steht im Abschnitt „Was tun, wenn bereits Geld geflossen ist?" weiter unten sowie unter Musterbriefe.

Der Grundsatz gilt auch außerhalb der Vermittlung: Ein reguläres Kreditinstitut, das ein Darlehen direkt vergibt, verdient am bewilligten Kredit selbst – über Zins und Tilgung – und nicht an einer Gebühr für die bloße Anfrage. Wer vorab zahlen soll, hat es nie mit einem gewöhnlichen Bankgeschäft zu tun.

Was steckt hinter dem Nachnahme-Trick?

Unaufgefordert kommt ein Paket mit angeblichen Kreditunterlagen per Nachnahme, das nur gegen Zahlung an den Postboten ausgehändigt wird. Genau diese Nachnahmegebühr ist der eigentliche Zweck des Geschäfts, nicht der Inhalt: Ein echter Kreditvertrag setzt keine Vorauszahlung voraus und wird nie per Nachnahme verschickt. Wer nichts bestellt hat, sollte die Annahme grundsätzlich verweigern.

Meist enthält das Paket ein paar wertlose Formulare oder gar nichts Verwertbares – der Schaden entsteht allein durch die Nachnahmegebühr. Manchmal folgt nach der ersten Zahlung eine zweite Sendung mit einer weiteren Forderung, etwa für eine „Bonitätsprüfung" oder „Vertragsgebühr".

Verweigern Sie die Annahme grundsätzlich, wenn Sie das Paket nicht bestellt haben – das kostet nichts. Ist die Annahme bereits erfolgt und Geld geflossen, hilft der Musterbrief zur Rückforderung nach § 812 BGB unter Musterbriefe; bei der Deutschen Post lässt sich zusätzlich der konkrete Sendungsvorgang reklamieren.

Präventiv hilft: Geben Sie Ihre Postanschrift erst an, wenn Impressum und Erlaubnis geprüft sind. Seriöse Anbieter verschicken Vertragsunterlagen nach einer Zusage per normalem Brief oder digital – nie per Nachnahme, weil dafür kein sachlicher Grund besteht.

Warum sind manche Kredit-Hotlines ein Warnsignal?

Der Kontakt läuft über eine teure 0900- oder eine andere Mehrwertnummer, oft mit langer Warteschleife – hier verdient der Anbieter an Ihrer Wartezeit, nicht an einer erfolgreichen Vermittlung. Nach § 110 TKG muss der Preis vor Beginn der Kostenpflicht angesagt werden, und § 112 TKG deckelt die zulässigen Höchstpreise solcher Nummern.

Konkret dürfen zeitabhängig abgerechnete 0900-Nummern höchstens 3 Euro pro Minute kosten, zeitunabhängig abgerechnete höchstens 30 Euro pro Verbindung (§ 112 TKG). Wer eine Warteschleife von zwanzig Minuten einkalkuliert, zahlt damit im Extremfall 60 Euro, ohne je ein Angebot gesehen zu haben.

Eine kostenpflichtige Hotline ist an sich kein Rechtsverstoß – problematisch wird sie, wenn sie das eigentliche Geschäftsmodell ersetzt: lange Warteschleifen, wiederholte Rückrufbitten oder eine Nummer, die nur über die teure Vorwahl erreichbar ist, obwohl ein normaler Festnetz- oder Mobilfunkanschluss möglich wäre. Wirtschaftlich ist das dieselbe Idee wie eine Vorabgebühr, nur über die Telefonrechnung kassiert.

Prüfen Sie vor dem Anruf, ob eine reguläre Rufnummer angegeben ist, und hören Sie die Preisansage zu Beginn des Gesprächs genau. Seriöse Anbieter beraten über eine normale Geschäftsnummer, per E-Mail oder im Online-Chat – ohne Minutenpreis.

Verlassen Sie sich nicht auf die Hotline als einzigen Kontaktweg. Verlangen Sie zusätzlich eine E-Mail-Adresse oder Postanschrift, bevor Sie überhaupt anrufen – ein Anbieter, der nur eine Telefonnummer nennt, ist damit allein schon schwer greifbar.

Was bedeutet „erst Bausparer, dann Kredit"?

Der Kredit wird nur zusammen mit einem Bausparvertrag, einer Lebensversicherung oder einer Fondsbeteiligung angeboten – oft mit dem Argument, erst müsse „Vertrauen aufgebaut" oder eine „Sicherheit angespart" werden. Tatsächlich verdient der Vermittler an der Provision des Nebenprodukts, während der eigentliche Kredit unverbindlich bleibt oder ganz ausbleibt.

Ein einzelnes Zusatzprodukt ist kein Warnsignal – eine Restschuldversicherung etwa darf angeboten werden. Unseriös wird es, sobald sie zur Bedingung gemacht wird: Dann muss ihr Beitrag zwingend in den effektiven Jahreszins des Kredits eingerechnet werden. Wird er stattdessen separat berechnet, verschleiert das die wahren Kosten.

Erkennbar ist das Muster am Satz „ohne X geht der Kredit nicht" – egal ob X ein Bausparvertrag, eine Fondsbeteiligung oder eine Versicherung ist. Lassen Sie sich schriftlich bestätigen, dass der Kredit auch ohne das Zusatzprodukt möglich wäre; verweigert der Vermittler das, brechen Sie ab.

Ein Indiz in der Praxis: Steht im Angebot nur eine einzige monatliche Gesamtrate für „Kredit und Vorsorge" ohne getrennten Ausweis der beiden Bestandteile, lässt sich der tatsächliche Kreditzins gar nicht mehr erkennen – genau das ist der Zweck der Vermischung.

Warum ist ein Hausbesuch-Vermittler mit Spesenrechnung ein Warnsignal?

Ein „Berater" bietet an, den Vertrag persönlich zu Hause zu unterschreiben, und stellt anschließend zusätzlich zur eigentlichen Vermittlung eine Spesenrechnung für Anfahrt, Zeit oder Beratung – unabhängig davon, ob überhaupt ein Kredit zustande kommt. Ein regulärer Ratenkredit braucht keinen Vertreter am Küchentisch; er wird online, per Post oder in der Filiale abgeschlossen.

Die Spesenrechnung ist rechtlich nichts anderes als ein Nebenentgelt und damit nach § 655d BGB ausgeschlossen, wenn sie von einem Darlehensvermittler stammt. Der Hausbesuch selbst dient in aller Regel dem Verkauf von Zusatzprodukten in einer Situation, in der konzentriertes Nachdenken schwerfällt – am eigenen Küchentisch, mit einer fremden Person gegenüber.

Wird der Vertrag tatsächlich außerhalb von Geschäftsräumen unterschrieben (§ 312b BGB), steht Ihnen nach § 312g BGB ein 14-tägiges Widerrufsrecht zu, unabhängig vom Inhalt. Sagen Sie den Besuch am besten von vornherein ab und lassen Sie sich alle Unterlagen postalisch oder digital zusenden.

Ein Unterschied besteht zum bestehenden Kundenkontakt etwa einer Bausparkasse, die vereinbarte Termine bei eigenen Bestandskunden wahrnimmt. Unseriös wird es, wenn der erste Kontakt unaufgefordert erfolgt und sofort auf einen Vertragsabschluss noch vor Ort drängt.

Wie funktioniert Identitätsdiebstahl über gefälschte Kreditformulare?

Ein Online-Formular fragt nach Ausweiskopie, Adresse und weiteren persönlichen Daten – teils verbunden mit der Aufforderung, ein Video-Ident-Verfahren mit vorgegebenen Antworten zu durchlaufen. Tatsächlich eröffnet das Verfahren ein Konto oder einen Kreditvertrag auf Ihren Namen, dessen Auszahlung auf ein fremdes Konto geht. Sie haften formal für einen Vertrag, den Sie nie abschließen wollten.

Verbraucherzentralen warnen ausdrücklich vor Aufforderungen, beim Video-Ident-Verfahren vorformulierte Antworten zu nennen oder einen fremden Verwendungszweck zu bestätigen – etwa unter dem Vorwand einer Gewinnauszahlung, eines zusätzlichen Steuerkontos oder einer Bonitätsprüfung. Erfolgreich abgeschlossen, führt das Verfahren tatsächlich zu einer Kontoeröffnung oder Kreditvergabe, über die Betroffene keine Kontrolle haben.

Brechen Sie ein Video-Ident-Verfahren sofort ab, sobald jemand Ihnen Antworten vorgibt oder einen Zweck nennt, den Sie nicht selbst verstehen. Bei Verdacht auf Missbrauch: Anzeige erstatten, die betroffene Bank informieren und eine Selbstauskunft bei der Schufa auf unbekannte Anfragen oder Verträge prüfen.

Senden Sie eine Ausweiskopie nie unaufgefordert per E-Mail oder Messenger. Ein seriöser Kreditgeber verlangt sie erst, nachdem Sie selbst Impressum und Erlaubnis geprüft haben, und wickelt die Identifikation über ein offizielles, verschlüsseltes Vertragsportal ab – nicht über eine fremd verlinkte App.

Was sind Messenger-„Privatkredite"?

Der Kontakt läuft ausschließlich über WhatsApp, Instagram oder ähnliche Kanäle, meist ohne Telefonat oder persönliches Treffen. Versprochen wird ein schneller Privatkredit trotz schlechter Bonität; vor der angeblichen Auszahlung soll eine Vorabzahlung fließen – laut Verbraucherzentrale Bundesverband typischerweise 200 bis 300 Euro als Kaution, Provision oder Bearbeitungsgebühr. Ein tatsächlich ausgezahlter Kredit danach ist nicht bekannt.

Häufig kopieren die Absender Logos bekannter Banken oder Versicherungen in gefälschte Vertragsdokumente, um seriös zu wirken. Der vzbv hält fest: Ihm ist kein Fall bekannt, in dem nach einer solchen Vorabzahlung tatsächlich ein Kredit ausgezahlt wurde. Geht das Geld auf ein ausländisches Konto, ist es faktisch nicht mehr zurückzuholen.

Erkennungsmerkmal ist die Kombination aus Messenger-only-Kontakt, einer Zusage trotz schlechter Bonität und einer Zahlungsaufforderung vor Auszahlung. Brechen Sie den Kontakt ab, zahlen Sie nichts vor und erstatten Sie Anzeige – auch bei kleinem Betrag hilft jede Meldung, das Muster früher zu erkennen.

Ein „privater Kreditgeber", der sich weder ausweisen noch eine Firma nennen kann, unterliegt keiner Aufsicht und keiner Erlaubnispflicht. Im Schadensfall bleibt oft nicht einmal ein Name, gegen den sich rechtlich vorgehen ließe – anders als bei einem zugelassenen Institut.

Wie erkennt man eine erfundene Auslandsbank?

Ein Anbieter behauptet, eine Bank mit Sitz im Ausland und eigener Banklizenz zu sein, und nennt oft eine falsch zugeordnete oder erfundene Aufsichtsbehörde. Ob die Bank real existiert und tatsächlich zugelassen ist, zeigt die Unternehmensdatenbank der BaFin sowie – bei echten Zweifeln – das öffentliche Register der genannten Heimataufsicht selbst.

Die BaFin warnt regelmäßig vor Websites, die Kreditangebote ohne die nötige Erlaubnis machen – allein Anfang März 2026 vor einer ganzen Reihe solcher Seiten. Diese Warnungen betreffen konkrete, von der BaFin geprüfte Fälle und stehen öffentlich unter „Verbraucherinnen & Verbraucher" auf bafin.de.

Ein Beispiel für eine tatsächlich zugelassene Auslandsbank ohne Schufa-Abfrage ist die liechtensteinische Sigma Kreditbank, beaufsichtigt von der FMA Liechtenstein – nachprüfbar im dortigen Bankenregister, nicht bei der BaFin, die für ausländische Banken schlicht nicht zuständig ist. Details dazu stehen unter Sigma Kreditbank und Schweizer Kredit.

Finden Sie die genannte Bank weder in der BaFin-Unternehmensdatenbank (öffnet in neuem Fenster) noch im Register der angeblichen Heimataufsicht, ist das ein eigenständiger Abbruchgrund – unabhängig davon, wie professionell die Website wirkt.

Warum ist „garantiert ohne Prüfung" ein Rechtsbruch-Signal?

Eine Zusage ganz ohne Prüfung, unabhängig von Einkommen oder bestehenden Schulden, ist kein großzügiges Angebot, sondern ein Rechtsbruch-Signal: Jeder Kreditgeber ist nach § 505a BGB zur Kreditwürdigkeitsprüfung verpflichtet. Wer sie auslässt, verspricht entweder etwas, das er nicht halten kann, oder handelt außerhalb der Regeln, die für alle regulierten Anbieter gelten.

Eine automatische Vorprüfung in Sekunden gibt es tatsächlich – sie ist aber unverbindlich und prüft nur die eingegebenen Angaben, nicht die tatsächliche Bonität. Wird diese Vorprüfung als endgültige, garantierte Zusage verkauft, ist das eine Irreführung über den Wert des Angebots.

Ab dem 20.11.2026 verschärft der neue Anhang zu § 3 Abs. 3 UWG (Nr. 23e) die Rechtslage zusätzlich: Werbung, die eine garantierte Zusage suggeriert oder behauptet, laufende Schulden oder Auskunftei-Einträge spielten keine Rolle, wird zu einem Verstoß ohne Einzelfallabwägung. Was Kreditgeber stattdessen dürfen und müssen, erklärt die Seite Kreditrecht.

In der Praxis treten „garantierte Zusage ohne Prüfung" und die Vorkosten-Masche oft gemeinsam auf: Erst lockt das Versprechen ohne Prüfung, dann folgt die Gebühr, die angeblich nur noch die letzte Formalität abdecken soll. Beide Muster gehören rechtlich und praktisch zusammen.

Wie prüfen Sie ein konkretes Angebot in 5 Minuten?

Bevor Sie irgendetwas unterschreiben oder zahlen, gehen Sie diese sechs Punkte durch – zusammen dauert das etwa fünf Minuten.

  1. Impressum lesen

    Vollständiger Name, ladungsfähige Anschrift, Vertretungsberechtigte und ein Kontaktweg jenseits von Messenger und Kleinanzeigen müssen dastehen (§ 5 DDG). Fehlt eines davon, ist die Prüfung bereits beendet.

  2. Register prüfen

    Suchen Sie die genannte Firma im Handelsregister oder Unternehmensregister (handelsregister.de, unternehmensregister.de). Stimmen Sitz, Rechtsform und Vertretung mit dem Impressum überein?

  3. Erlaubnis verlangen

    Ein Darlehensvermittler braucht eine gewerberechtliche Erlaubnis nach § 34c GewO – ab dem 20.11.2026 nach § 34k GewO. Fragen Sie nach der Erlaubnisnummer und dem zuständigen Gewerbeamt, wenn sie nicht ohnehin im Impressum steht.

  4. BaFin-Datenbank abfragen

    Bei Banken und Finanzdienstleistern zeigt die Unternehmensdatenbank der BaFin, ob eine Erlaubnis, eine Notifizierung oder eine Repräsentanz in Deutschland vorliegt. Taucht der Name stattdessen in den BaFin-Verbrauchermitteilungen zu unerlaubten Geschäften auf, ist das ein eindeutiger Abbruchgrund.

  5. Die Vorkosten-Frage stellen

    Fragen Sie direkt: „Muss ich vor der Auszahlung irgendetwas zahlen?" Jedes Ja – ob als Gebühr, Kaution oder Nachnahme getarnt – beendet die Prüfung sofort.

  6. Seriositäts-Check nutzen

    Alle zehn Merkmale in einer geführten Checkliste mit Risiko-Ampel: der Seriositäts-Check läuft im Browser und braucht keine zwei Minuten.

Was tun, wenn bereits Geld geflossen ist?

Handeln Sie in dieser Reihenfolge – je schneller, desto größer die Chance, etwas zu retten.

  1. Zahlung stoppen oder zurückholen

    Bei einer SEPA-Lastschrift lässt sich der Einzug bis zu acht Wochen rückgängig machen, bei Kartenzahlung über die Reklamation (Chargeback) bei der eigenen Bank. Bei einer normalen Überweisung hilft nur ein sofortiger Rückruf-Versuch über die eigene Bank in den ersten Stunden.

  2. Anzeige erstatten

    Erstatten Sie Anzeige bei der Polizei, am einfachsten online über das Anzeigenportal Ihres Bundeslandes. Auch wenn eine Rückzahlung unwahrscheinlich ist, hilft jede Anzeige, das Muster zu dokumentieren und andere Betroffene zu schützen.

  3. Verbraucherzentrale einschalten

    Die Erstberatung ist kostenlos. Sie kennt die praktischen Rückforderungswege, hilft beim Formulieren des Schreibens und ordnet ein, ob sich eine anwaltliche Vertretung lohnt.

  4. Rückforderung schriftlich verlangen

    Eine Zahlung, die vor der Auszahlung des Kredits verlangt wurde, ist ohne Rechtsgrund erfolgt; der Anspruch auf Rückzahlung ergibt sich aus § 812 BGB. Setzen Sie eine Frist von zwei Wochen und verschicken Sie das Schreiben nachweisbar – als Vorlage dient der Musterbrief zur Vorkosten-Rückforderung unter Musterbriefe.

Wie ernst ist die Lage bei einem konkreten Angebot?

Ordnen Sie das Angebot vor Ihnen einer der drei Stufen zu.

  • Abbruch sofort

    Mindestens ein Abbruchgrund liegt vor

    Vorkosten jeder Art, Nachnahme für unbestellte Unterlagen, eine garantierte Zusage ohne Prüfung, ein Koppelgeschäft, eine Vorabzahlung über Messenger, ein Video-Ident-Verfahren für einen fremden Zweck oder eine Bank, die sich in keiner Datenbank findet. Jeder dieser Punkte reicht für sich allein.

  • Zwei zusammen = Warnsignal

    Einzeln erklärbar, in Kombination nicht mehr

    Hausbesuch, kostenpflichtige Hotline, Kontakt nur über Messenger, künstlicher Zeitdruck oder eine Sofortzusage ohne Unterlagen. Treffen zwei davon zusammen, ist Vorsicht angebracht.

  • Unauffällig

    Kein bekanntes Muster erkennbar

    Vollständiges Impressum, eine nachprüfbare Erlaubnis, keine Vorkosten und nachvollziehbare Kommunikation über E-Mail, Post oder Telefon. Das ist kein Gütesiegel, aber ein guter Ausgangspunkt.

Je nach Ihrer Situation

Diese Seite erklärt die Maschen. Für Ihre konkrete Lage:

  • Sie haben kein regelmäßiges Gehalt

    Welche Wege bei Arbeitslosigkeit realistisch bleiben und wo unseriöse Anbieter gezielt ansetzen, zeigt die Seite Kredit für Arbeitslose ohne Schufa.

    Zielgruppen-Vertiefung
  • Ihr Einkommen ist gepfändet

    Bei laufender Pfändung führt der seriöse Weg fast immer über die kostenlose Schuldnerberatung statt über einen neuen Kredit – warum, erklärt Kredit trotz Pfändung.

    Gruppe mit besonderem Risiko
  • Sie wollen einen konkreten Anbieter einordnen

    Kriteriengestützte Profile statt Prangerliste: Die Übersicht unter Anbieter ordnet einzelne Vermittler und Banken nach denselben Maßstäben ein, die diese Seite beschreibt.

    Einordnung statt Urteil
  • Sie suchen Erfahrungsberichte

    Die Kurzfassung der Merkmale und typische Erfahrungen mit seriösen wie unseriösen Anbietern bündelt die Seite Kredit ohne Schufa Erfahrung.

    Kompakter Überblick

Häufige Fragen

Ist ein Kredit ohne Schufa automatisch unseriös?

Nein. Es gibt ihn real, er kommt von einer Bank außerhalb Deutschlands und hat feste Beträge sowie harte Voraussetzungen. Unseriös ist nicht die fehlende Schufa-Abfrage an sich, sondern wer eine Zusage ohne jede Prüfung verspricht oder vorab Geld verlangt. Details zum echten Produkt stehen unter Schweizer Kredit.

Wie erkenne ich, ob eine ausländische Bank wirklich existiert?

Prüfen Sie die Unternehmensdatenbank der BaFin und, bei genannter Aufsicht im Ausland, deren eigenes öffentliches Register – etwa die FMA in Liechtenstein oder Österreich. Findet sich der Name in keinem der beiden, existiert entweder keine Banklizenz oder die Bank selbst nicht in der behaupteten Form.

Darf ein Kreditvermittler überhaupt irgendeine Gebühr verlangen?

Nur nachgewiesene, tatsächlich entstandene Auslagen sind eine eng begrenzte Ausnahme – eine pauschale Bearbeitungs- oder Kautionsgebühr ist keine. Jede Vergütung entsteht erst mit Auszahlung des Darlehens und Ablauf der Widerrufsfrist (§ 655c BGB); Nebenentgelte schließt § 655d BGB zusätzlich aus.

Ich habe bereits per Nachnahme gezahlt – bekomme ich das Geld zurück?

Rechtlich ja, über § 812 BGB, weil die Zahlung ohne Gegenleistung erfolgte. Praktisch hängt es vom Zahlweg ab: Bei Überweisung oder Lastschrift bestehen reelle Chancen, bei Bargeld oder Gutscheincode ist das Geld oft nicht mehr auffindbar. Ein Musterbrief zur Rückforderung steht unter Musterbriefe.

Ist ein Hausbesuch grundsätzlich unseriös?

Nicht automatisch, aber selten nötig – ein regulärer Ratenkredit lässt sich online, per Post oder in der Filiale abschließen. Kommt zusätzlich eine Spesenrechnung, Zeitdruck oder der Verkauf eines Zusatzprodukts hinzu, ist das in Kombination ein klares Warnsignal, unabhängig vom 14-tägigen Widerrufsrecht bei Haustürgeschäften nach § 312g BGB.

Was tun, wenn ich bereits Ausweisdaten per Video-Ident weitergegeben habe?

Informieren Sie umgehend die genannte Bank oder Plattform, erstatten Sie Anzeige und beantragen Sie eine Selbstauskunft bei der Schufa, um unbekannte Konten oder Verträge auf Ihren Namen zu erkennen. Je früher Sie handeln, desto eher lässt sich ein Missbrauch noch stoppen.

Kreditanfrage kostenlos stellen — ohne Vorkosten

Die Anfrage ist kostenlos und unverbindlich. Für die Vermittlung fallen für Sie keine Vorkosten an (§ 655d BGB). Wir erhalten eine Provision vom Kreditgeber, wenn ein Vertrag zustande kommt.

Quellen

  1. § 655c BGB — Vergütung des Darlehensvermittlers
  2. § 655d BGB — Nebenentgelte
  3. § 812 BGB — Herausgabeanspruch bei rechtsgrundloser Leistung
  4. § 505a BGB — Pflicht zur Kreditwürdigkeitsprüfung
  5. § 34c GewO — Erlaubnispflicht für Darlehensvermittlung
  6. § 34k GewO — neue eigenständige Erlaubnis für Darlehensvermittler ab 20.11.2026 (Umsetzung CCD II, BGBl. 2026 I Nr. 139) (Stand: 18. Mai 2026)
  7. § 110 TKG — Preisansage bei Mehrwertdiensten
  8. § 112 TKG — Preishöchstgrenzen bei Mehrwertdiensten
  9. § 312b BGB — Außerhalb von Geschäftsräumen geschlossene Verträge
  10. § 312g BGB — Widerrufsrecht
  11. BaFin — Datenbanken zu Instituten, Prospekten & Co. (Unternehmensdatenbank)
  12. BaFin — Verbrauchermitteilung: Warnung vor angeblichen Kreditangeboten auf einer Reihe von Websites (Stand: 3. März 2026)
  13. vzbv — Betrug mit Vorabzahlungen nach Kreditanfragen (Stand: 20. März 2020)
  14. Verbraucherzentrale — Video-Ident-Verfahren: Warnung vor Missbrauch
  15. Bundesnetzagentur — 0900-Rufnummern (Preisobergrenzen)

Wer diese Seite verantwortet

Thomas Mücke vermittelt seit 15 Jahren Konsumentenkredite und betreibt kredit-ohne-schufa.de seit 2004. Inhaberin der Erlaubnis nach § 34c Abs. 1 Satz 1 Nr. 2 GewO ist die Astuna GmbH; die zuständige Aufsichtsbehörde steht im Impressum. Er schreibt hier, was er in der Vermittlung sieht — auch dann, wenn die ehrliche Antwort „kein Kredit" lautet.Stand: 8. August 2026 · geprüft von Thomas Mücke